Der Fachverband Afrikanistik e.V. wurde in seiner jetzigen Form im Jahr 2017 gegründet und hat seinen Sitz in Köln. Er vereinigt Wissenschaftler*innen deutschsprachiger Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die sich in Forschung und Lehre mit afrikanischen Sprachen beschäftigen. Vertreten wird der Verband durch fünf Vorstandsmitglieder und mindestens drei Beiräte, die alle acht universitären Standorte des Faches in Deutschland und Österreich repräsentieren:

Universität Bayreuth
Humboldt-Universität Berlin
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt
Universität Hamburg
Universität zu Köln
Universität Leipzig
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Universität Wien

Als Wissenschaftsdisziplin im deutschsprachigen Raum beschäftigt sich die Afrikanistik mit den Sprachen Afrikas, die etwa ein Drittel der Sprachen weltweit ausmachen. Gegenstand des Faches sind die Sprachen und Literaturen Afrikas in all ihren Erscheinungsformen, sowie die ihnen zugrundeliegenden soziokulturellen und historischen Bedingungen und Gebrauchsweisen. In Lehre und Forschung sind linguistische Teilbereiche wie etwa Typologie, historisch-vergleichende Sprachwissenschaft oder Kognitionslinguistik ebenso vertreten wie ethnologische, soziologische, literatur-, kultur- und religionswissenschaftliche Ansätze und Methoden. Die Afrikanistik zeichnet sich damit durch einen hohen Grad an disziplinärer Heterogenität aus, die maßgeblich zum Innovations- und Vernetzungspotential des Faches beiträgt.

Der Fachverband vertritt die Belange der Afrikanistik innerhalb und außerhalb der Wissenschaft. Er fördert den fachlichen Kontakt zwischen seinen Mitgliedern sowie zwischen den durch sie repräsentierten Instituten. Zu seinen Aufgaben gehört u.a. die Ausrichtung des Afrikanistentags, einer Fachkonferenz, die alle zwei Jahre an einem anderen afrikanistischen Institut in Deutschland oder Österreich stattfindet.